Bildung ohne Bundeswehr bei Umfairteilen in Frankfurt

„Bildung ohne Bundeswehr“ bei Umfairteilen in Frankfurt (29.9.2012)SH.
Die Entscheidung, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten, wird in der Familie und mit Freunden besprochen. Mit einem Flyer und einem Stand wollten wir deshalb unsere Forderungen und Argumente unter Leute bringen, für die Außenpolitik nicht das Wichtigste im Leben ist. Der Flyer wurde gerne genommen, am Stand bildeten sich zeitweise Trauben. Wir wurden sogar für unsere Argumente gelobt. Die Frankfurter Rundschau berichtete über unsere Aktivität. Hier der Flyer:

Militärfreie Schulen und Hochschulen!
Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
UmFAIRteilen!

Das Frankfurter Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“ ruft zum Protest des Bündnisses „Umfairteilen“ am Samstag, den 29. September auf.
Treffpunkt von „Bildung ohne Bundeswehr“: 12 Uhr, Paulsplatz

Durch Sozial- und Bildungsabbau, durch fehlende oder schlechte Ausbildungs-Möglichkeiten, durch prekäre Arbeitsver-hältnisse, Niedriglöhne und Arbeitslosigkeit wird unsere Zukunft zerstört – insbesondere die von jungen Menschen.

Ausnutzen
Diese wachsende Unsicherheit nutzt die Bundeswehr zur Werbung von Freiwilligen für Auslandseinsätze aus.
Doch der Beruf „Soldat“ ist keine Alternative. Bessere Ausbildung, Stipendien, gute Löhne müssen erkauft werden mit der grundsätzlichen Bereitschaft zu töten und getötet, körperlich und seelisch verletzt zu werden.

Auslandseinsätze erhöhen nicht die Sicherheit der Masse der Menschen in dieser Gesellschaft – im Gegenteil. Krieg führt zu mehr Krieg, nicht zu besseren Verhältnissen oder gar Frieden. Das ist die schlimme Erfahrung von Irak und Afghanistan.

Wer ist Deutschland?
Die neue Losung der Bundeswehr ist „Wir.dienen.Deutschland“.
Deutschland, damit sind die Interessen der „Wirtschaft“ gemeint, der Banken und Konzerne, die gemeinsam mit fast allen Parteien ihre Interessen gegen unsere Interessen durchsetzen, gegen SchülerInnen, Azubis, StudentInnen, RentnerInnen, Familien, ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose.

Die Durchsetzung der Interessen der Wirtschaft wurde in den Verteidigungs-politischen Richtlinien festgeschrieben. Verteidigungsminister de Maizière betont, dass die Bundeswehr bereit stehen müsse, der Exportnation Deutschland den Zugang zu den Märkten der Welt und ihren natürlichen Ressourcen zu sicher und zwar „zu Lande, zu Wasser und in der Luft“. Damit wirbt die Bundeswehr die Freiwilligen nicht.

Militarisierung
Die Bundeswehr hat sich mit Kooperationsvereinbarungen den Zugang zu Schulen, zur Lehrerausbildung und zu Arbeitsämtern gesichert. Ihr Reklame-Etat wurde enorm erhöht.

Mit dem Appell an die Verantwortung versucht sie die Köpfe der jungen Menschen zu gewinnen. Als ob diese die Außenpolitik der Deutschlands bestimmen könnten. Das konnte beim Afghanistankrieg noch nicht einmal eine riesige Meinungs-Mehrheit der Bevölkerung.

Alle 17-jährigen werden von der Bundeswehr wegen der Freiwilligen-Wehrpflicht angeschrieben. Die notwendigen Daten werden von den Einwohnermeldeämtern geliefert.

Mit lockeren und aufregenden Events auf Volksfesten und mit Sportevents sollen bei Kindern und Jugendlichen positive „Emotionen“ für die Bundeswehr geweckt werden. Das ist Missbrauch.

Über den finanziellen Zwang zur Drittmittelfinanzierung wird an den Hochschulen zunehmend Forschung fürs Militär installiert.

Protest und WiderstandDiese Werbung trifft auf Protest und Widerstand:

Eine Reihe von Schulen lehnt schon die Einladung von Jugendoffizieren ab. In Südhessen sind das die Martin-Buber-Schule (Haupt- und Realschule) in Heppenheim, die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach (BBS), die Bert-Brecht-Schule (BBS) in Darmstadt.

An der Goethe–Universität in Frankfurt haben sich 76 % der Studenten für eine Zivilklausel ausgesprochen.
Der Senat der Universität Kassel hat für eine Zivilklausel gestimmt.

Gegen die Beteiligung der Bundeswehr wird seit 3 Jahren auf dem Hessentag protestiert.

Aufgrund der angekündigten Proteste hat die Bundeswehr ihren Werbestand am 15. September 2012 auf der Ausbildungsmesse „stuzubi“ abgesagt!

Für militärfreie Bildung und Forschung !
Keine Bundeswehr auf dem Hessentag !
Für UmFAIRteilen: gegen Sozial- und Bildungsabbau !
Für zivile Ausbildungs- und Arbeitsplätze
!

„Etwas Besseres als den Tod findest Du überall“ (Bremer Stadtmusikanten)

Informiert Euch am Infostand des Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr“ auf der Abschlusskundgebung. Es gibt auch Materialien, was man machen kann, zum Mitnehmen.

Nächstes Treffen von „Bildung ohne Bundeswehr“:
Donnerstag, 4.Oktober 2012, 19 Uhr, DGB-Jugendclub, Untermainkai 69
Wir freuen uns auf Dich.

Frankfurter Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“ (AG „Frieden und Internationale Politik“ in die LINKE, attac-AG Globalisierung und Krieg, DFG-VK Ffm/Hessen, DFV-Hessen, DIE LINKE Ffm)

V.i.S.d.P: Stefanie Haenisch, stefanieht@gmx.de

Rundbrief 5/12

LAG FIP Hessen

Stefanie Haenisch Daniel Weitbrecht
stefanieht@gmx.de daniel.weitbrecht@web.de

Rundbrief 5/12Liebe Genossinnen und Genossen,

Was bevorsteht:am 29.9. werden viele von Euch zur Demonstration „UmFAIRverteilen“ nach Frankfurt kommen.

1) Der 29.9. ist auch der letzte Tag der Aktionswoche „ Militärfreie Bildung und Forschung“. Das Frankfurter Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr“, von dem die AG FIP ein Teil ist, mobilisiert zu Umfairverteilen und will im Rahmen der Demo ein „Blöckchen“ bilden.(Anfangstreffpunkt auf dem Paulsplatz) Auf der Abschlusskundgebung wird es einen Infotisch geben. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns unterstützen könntet.
Im Anhang das Flugblatt.

2) Am 13.10. findet in Halle die 12. Bundesmitgliederversammlung der BAG FIP statt, als eintägige Veranstaltung von 10.30 – 20.00 Uhr, Martin Luther – Uni, Halle
Die BMV ist, wie immer, in erster Linie der politischen Diskussion gewidmet. Diesmal wollen wir u.a. eine wichtige Diskussion anstoßen: Wie stehen Linke zu Soldaten, die sich für eine professionelle Interventionsarmee verpflichtet haben?
Die weiteren Themen siehe im angehängten Programm

3) Die LAG FIP hat jetzt eine Web-Seite
Sie ist noch nicht besonders toll – wir müssen üben. Doch eine Homepage lebt auch davon, was sie für Informationen/Berichte bekommt. Da sind wir auf Euch, die Ihr quer über Hessen verteilt seid, angewiesen. Helft bitte mit die Homepage attraktiv zu machen. Infos, Berichte, Bilder bitte an Daniel Weitbrecht oder Stefanie Haenisch (mail Adressen im Kopf des Rundbriefs)

Was geschehen istAntimilitarismus:
Am 31.5.2012 hat sich die Berthold-Brecht-Schule (BBS) in Darmstadt „bundeswehrfrei“ und damit gegen die Kooperationsvereinbarung zwischen Kultusministerium und Bundeswehr erklärt.
Sie folgt damit Martin-Buber-Schule (Haupt+Real) in Heppenheim und der Käthe-Kollwitz- Schule (BBS) in Offenbach.

Nachdem sich 76 % der Studenten der Goethe-Uni für eine Zivilklausel entschieden haben, haben sich jetzt auch die Studenten der TU-Darmstadt und der Senat der Uni Kassel dieser Forderung angeschlossen.

Die für den 15.9. gegen das Auftreten der Bundeswehr auf der Ausbildungsmesse „stuzubi“ in Frankfurt geplanten Proteste waren nicht nötig – die Bundeswehr hat aufgrund der Ankündigung der Proteste ihren Stand abgesagt. Sehr gut.

Im Landtag hat DIE LINKE einen Antrag zur Rüstungsforschung an den Unis gestellt. Die Rede von Janine Wissler dazu über die Homepage der Linksfraktion

Im Frankfurter Stadtparlament hat DIE LINKE eine Anfrage „Militäranwerbeoffensive in Frankfurt“ gestellt. Die Einwohnermeldeämter geben die Daten aller 17-jährigen an die Bundeswehr, die diese dann für Werbeanschreiben benutzt. Anfrage im Anhang.

Rüstungsexport
Zum Antikriegstag hat in Kassel, aufgerufen von der Aktion „Aufschrei – Waffenhandel“
eine Demonstration gegen den Export von Leopard Panzern 2. Im Anhang die Rede unserer MdB Christine Buchholz.

Mit solidarischen Grüßen

Stefanie Haenisch Daniel Weitbrecht

Aktionen des Frankfurter Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr“

Für militärfreie Schulen und Hochschulen

Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche
gegen Bundeswehr in Schulen und Hochschulen vom 24.-29. September 2012

Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Aussetzen der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen.
In immer mehr Bundesländern schließt sie deshalb Kooperationsvereinbarungen mit den jeweiligen Kultusministerien. Damit sichert sie ihren Jugendoffizieren und Jugendoffizierinnen Zugang in die Klassenzimmer. Diese „Experten für die politische Bildung“ gestalten dort den Unterricht, entwerfen Lehrmaterialien, organisieren Ausflüge in Kasernen oder andere Seminarfahrten und üben zunehmend Einfluss auf die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften aus. Auch die Wehrdienstberater und Wehrdienstberaterinnen kommen regelmäßig und immer häufiger in Schulen, um Jugend-liche offensiv für den Dienst an der Waffe anzuwerben. Auch an den Hochschulen wird eine zunehmende Militarisierung der Forschung, Studium und Lehre immer deutlicher.

Wir wollen uns gemeinsam der Militarisierung des Bildungssystems in den Weg stellen.
Darum rufen wir zu einer bundesweiten Aktionswoche vom 24.- 29. September 2012 gegen den Einfluss der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie auf das Bildungswesen auf. In vielen Städten sollen dezentral bunte, kreative und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen stattfinden, um Politik und Öffentlichkeit auf die Problematik der zunehmenden Militarisierung des Bildungssystems aufmerksam zu machen.

Wir fordern die sofortige Kündigung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und der Bundeswehr, sowie die flächendeckende Einführung und Einhaltung von Zivilklauseln, um Lehre, Studium und Forschung an Hochschulen zu garantierten, die ausschließlich zivilen und friedlichen Zwecken dienen.

Hier weitere Informationen zur bundesweiten Aktionswoche : http://antimilaktionswoche.wordpress.com/

Wir – das Frankfurter Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“ – laden dazu zu folgenden Veranstaltungen und Aktionen ein:

• Samstag, 1. September 2012 (Antikriegstag): 14:30 Uhr – 16 Uhr, Konstablerwache (Nord-West-Ecke, Eingang zur Zeil): Aktion mit dem Lied „Kein Krieg ist heilig, kein Krieg ist gerecht, …“, In-fotische, Reden: Janine Wissler (MdL), Julian Toewe (AK Zivilklausel FFM) u.a.

• Samstag, 15. September: Bundeswehrstand auf der Ausbildungsmesse StuZuBi (Casino, Campus Westend) -> wir protestieren dagegen ab 11 Uhr unter dem Motto „Etwas Besseres als den Tod findest Du überall!“

• Donnerstag, 27. September, 18 Uhr, im DGB-Jugendclub (Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, hin¬ter dem Gebäude, Richtung Main): Junge GEW Frankfurt lädt ein zu: „Schulfrei für das Militär – Der Einfluss der Bundeswehr auf die Schulen und was wir dagegen tun können“. Referenten: Peer Heinelt (Politologe und Publizist) und Tony Schwarz (Lehrer an der Martin-Buber-Schule, die bereits seit 2010 bundeswehrfreie Schule ist)

• Samstag, 29. September : UmFAIRTeilen Demo in Frankfurt (Start: 12 Uhr, Paulsplatz): Das Bündnis beteiligt sich.

Frankfurter Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“:
(Weitere Infos unter: http://fiplinkehessen.blogsport.de)

AG FIP (Frieden und internationale Politik), DIE LINKE Kreisverband Frankfurt, DKP Frankfurt, attac AG Globalisiunerg und Krieg, FDJ Frankfurt a.M., DFG-VK Hessen und Frankfurtm , Friedens- und Zukunftswerkstatt, DIDF Jugend, Tatort Kurdistan,
YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan)

Aktionswoche für eine militärfreie Bildung und Forschung im September

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

Ein breites Bündnis aus der Friedensbewegung hat folgenden Aufruf verfasst:
Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen
und Hochschulen vom 24.-29. September 2012

Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen.
In immer mehr Bundesländern schließt sie deshalb Kooperationsvereinbarungen mit den jeweiligen Kultusministerien. Damit sichert sie ihren Jugendoffizieren und Jugendoffizierinnen Zugang in die Klassenzimmer. Diese „Experten für die politische Bildung“ gestalten dort den Unterricht, entwerfen Lehrmaterialien, organisieren Ausflüge in Kasernen oder andere Seminarfahrten und üben zunehmend Einfluss auf die Ausbildung von Lehrkräften aus. Auch die Wehrdienstberater und Wehrdienstberaterinnen kommen regelmäßig und immer häufiger in Schulen, um Jugendliche offensiv für den Dienst an der Waffe anzuwerben. Auch an den Hochschulen wird eine zunehmende Militarisierung der Forschung und Lehre immer deutlicher.
Wir wollen uns gemeinsam der Militarisierung des Bildungssystems in den Weg stellen.
Darum rufen wir zu einer bundesweiten Aktionswoche vom 24.- 29. September 2012 gegen den Einfluss der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie auf das Bildungswesen auf. In vielen Städten sollen dezentral bunte, kreative und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen stattfinden, um Politik und Öffentlichkeit auf die Problematik der zunehmenden Militarisierung des Bildungssystems aufmerksam zu machen.
Wir fordern die sofortige Kündigung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und der Bundeswehr sowie die flächendeckende Einführung und Einhaltung von Zivilklauseln um eine Lehre und Forschung an Hochschulen zu garantierten, die auschließlich zivilen Zwecken dient.

Hier weitere Informationen : http://antimilaktionswoche.wordpress.com/

Um gemeinsam in Frankfurt die Aktionswoche vorzubereiten, laden wir Euch zu einem offenen Bündnistreffen ein:

am 9. August 2012 um 19 Uhr
im türkischen Volkshaus (nahe Westbahnhof) ein.

Über eine Rückmeldung und Eure Teilnahme würden wir uns freuen.
Auch Gruppen, die personell nicht in der Lage sind, die Aktionswoche mit zu organisieren, können mit Ihrem guten Namen für die Aktionswoche werben.

Mit antimilitaristischen Grüßen

Christoph, Peter, Daniel und Stefanie
(AG Frieden und internationale Politik, Frankfurt)

Kontakt: Daniel.Weitbrecht(at)web.de